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Mittelaltergruppe


Communitas-Milites
 
 
 
 
Friedrich I.
Barbarossa
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Friedrich I. Barbarossa

image pfeil Die Barbarossasage

Der alte Barbarossa
Der Kaiser Friedrich.
Im unterird'schen Schlosse
Hält er verzaubert sich.

Er ist niemals gestorben,
Er lebt darin noch jetzt;
Er hat im Schloß verborgen
Zum Schlaf sich hingesetzt.

Er hat hinabgenommen
Des Reiches Herrlichkeit
Und wird einst wiederkommen
Mit ihr zu seiner Zeit.

Der Stuhl ist elfenbeinern,
Darauf der Kaiser sitzt;
Der Tisch ist marmelsteineren,
Worauf das Haupt er stützt.
Sein Bart ist nicht von Flachse
Er ist von Feuersglut,
Ist durch den Tisch gewachsen,
Woruaf sein Kinn ausruht.

Er nickt als wie im Traume,
Sein Aug', halb offen, zwinkt;
Und je nach langem Raume
Er einem Knaben winkt.

Er spricht im Schlaf zum Knaben:
Geh' hin vor's Schloß, o Zwerg,
Und sieh, ob noch die Raben
Herfliegen um den Berg

Und wenn die alten Raben
Noch fliegen immerdar,
So muß ich auch noch schlafen
Verzaubert hundert Jahr


Friedrich Rückert (1871)


987 Ein Vorfahre mit dem Leitnamen Friedrich bezeugt.
1027 Riesgraf Friedrich.
1053 Sein Sohn Friedrich als Friedrich von Buren genannt. Er hatte etwa 1044
Hildegard von Egisheim, die Tochter Ottos von Schweinfurt ge­heiratet.
1077 Der Sohn Friedrichs von Buren und der Hildegard, etwa 1045 geboren,
zieht als Parteigänger Kaiser Heinrichs IV. mit nach Canossa.
1079 Friedrich bekommt als Dank Agnes, die Kaisertochter, zur Frau und wird
als Friedrich I. (der »Alte«) erster Herzog von Schwaben.
ca. 1085 Friedrich I. von Schwaben baut die Burg Hohenstaufen.
1105 Sein Sohn Friedrich II. (»Einaug«) wird 2. Herzog von Schwaben (bis 1147).
Heiratet Judith, die Tochter des Welfenherzogs Heinrichs I. (des Schwarzen)
von Bayern.
ca. 1122 Friedrich I. Barbarossa als Sohn Friedrich Einaugs, des 2. Herzogs von
Schwaben, und Judith, der Tochter des Welfenherzogs Heinrich I. von
Bayern (des Schwarzen) geboren. 1130/31 Tod der Mutter Judith.
7. 3. 1138 Konrad III., der Bruder Friedrichs II. (»Einaug«), wird 44Jährig in Konstanz
zum deutschen König gewählt u id kurz darauf in Aachen gekrönt.
1147 der 2 5jährige Friedrich Barbarossa zieht mit seinem Onkel König
Konrad III. auf dem 2. Kreuzzug mit.
ca. 1148 Friedrich Barbarossa heiratet Adelheid von Vohburg (1156 Ehe annulliert).
15. 02. 1152 König Konrad III. stirbt.
04.03. 1152 Friedrich Barbarossa einstimmig zum König gewählt.
09.0 3. 1152 Krönung in Aachen. Nach seiner Wahl zum deutschen König versucht Friedrich
Barbarossa auf dem Reichstag zu Würzburg im Herbst 1152 die Welfenfrage
zu lösen, aber Heinrich Jasomirgott erscheint nicht.
1070 Zur Vorgeschichte der Welfen:
Welf IV. (aus dem italienischen-langobardischen Zweig des Hauses Este) begründet
den Stamm der jüngeren Welfen und wird mit dem Herzogtum Bayern belehnt.
1101 Nach dem Tode Welfs IV. übernimmt Welf V. das Herzogtum.
1120 Nach Welf V. wird dessen jüngerer Bruder Heinrich der Schwarze
Herzog von Bayern. Seine Tochter Judith heiratet Friedrich Einaug von Schwaben.
1126 Ihm folgt Heinrich der Stolze, der Gertrud, die Tochter König Lothars III., heiratet
und damit zum Herzogtum Bayern auch noch das Herzogtum Sachsen erhält.
1138 Lothars Nachfolger, der (Staufer-)König Konrad III. (1138-1152), erklärt den Besitz
eines Doppelherzogtums für unzulässig und verhängt, da Heinrich der Stolze
widerspricht, den Bann über ihn. Dadurch wer­den beide Herzogtümer frei. Sachsen
geht bis 1142 an Albrecht den Bären, Bayern an des Königs Halbbruder Leopold IV.
von Österreich aus dem Hause Babenberg.
1139 Heinrich der Stolze stirbt, sein Sohn, der spätere Heinrich der Löwe, ist zehn
Jahre alt. Welf VI., der Bruder Heinrichs des Stolzen, ämpft weiter um den Besitz
Bayerns. Es kommt zum Krieg in Süddeutschland zwischen Staufern und Welfen,
bis 1140 Welf VI. von König Kon­rad III. in der Schlacht bei Weinsberg besiegt
wird.
1141 Nach dem Tode Leopolds IV. von Österreich wird dessen Bruder
Heinrich Jasomirgott von Konrad III. zum Nachfolger ernannt.
1142 spricht Konrad III. dem ijjährigen Heinrich dem Löwen wieder das
Herzogtum Sachsen zu.
1147 fordert Heinrich der Löwe Bayern zurück. Heinrich Jasomirgott fühlt
sich bedroht und erscheint 1152 nicht auf dem Reichstag zu Würzburg.
März 1153 Im Vertrag von Konstanz werden zwischen Friedrich Barbarossa und
Papst Eugen III. (1145-1153) die Rechte und Pflichten zwischen Kaiser und Papst neu geregelt. Friedrich Barbarossa verpflichtet sich, die Rechte des Papstes zu schützen, ihn mit Waffen gegen Byzanz und die Römer zu unterstützen. Dafür verspricht der Papst, Friedrich Barba­rossa zum Kaiser zu krönen und die deutsche Kirche von den Kräften zu reinigen, die gegen den Kaiser eingestellt sind.
1154 Auf dem Reichstag zu Goslar wird Heinrich dem Löwen außer Sachsen
wieder Bayern zugesprochen, da Heinrich Jasomirgott wieder nicht erschienen ist. Außerdem erhält Heinrich der Löwe das Recht, die ost-elbischen Gebiete zu kolonisieren. Er ist nun bereit, am Krönungszug nach Italien teilzunehmen.
Okt. 1154 Friedrich Barbarossa bricht zum ersten Heerzug nach Italien auf.
Dez. 1154 Reichstag auf den Rcnkalischen Feldern.
3. 12. 1154 Papst Anastasius IV. stirbt. Am Tag darauf wird Hadrian IV. als Nach-
folger gewählt.
13. 4. 1155 Einnahme Tortonas nach zweimonatiger Belagerung.
17.04. 1155 Friedrich Barbarossa in Pavia zum König der Lombarden gekrönt.
8. 6. 1155 Treffen zwischen Friedrich Barbarossa und Hadrian IV. Konflikt we­
gen des »Steigbügeldienstes«.
18.06. 1155 Friedrich Barbarossa von Hadrian IV. zum Kaiser gekrönt. Schlägerei
mit Bevölkerung Roms, schneller Abzug und Heimkehr nach Deutschland. Ende Oktober in Augsburg. Reichstag in Augsburg.
ca. Mai 1156 Rainald von Dassel wird Reichskanzler.
5. 6. 1156 Friedrich Barbarossa beendet den Welfenstreit, indem er Heinrich
Jasomirgott mit dem zur Grafschaft aufgewerteten Herzogtum Öster­reich belehnt, so daß Heinrich der Löwe das verbleibende Bayern be­kommt.
Juni 1156 Friedrich Barbarossa heiratet in zweiter Ehe in Würzburg die burgun-
dische Prinzessin Beatrix.
Sept. 1156 Auf dem Reichstag zu Regensburg wird Bayern feierlich an Heinrich
den Löwen und Österreich an Heinrich Jasomirgott übergeben.
Aug./Sept. 57 Polenfeldzug Friedrich Barbarossas, der mit dem Lehnseid König
Boleslaws nach wenigen Wochen beendet ist.
Sept. 1157 Reichstag zu Würzburg.
Okt. 1157 Reichstag zu Besancori. Konflikt mit Papst Hadrian IV. über den
Begriff beneficium.
Juni 1158 Auf dem Reichstag zu Augsburg wird das Wort beneficium vom Papst
als »Wohltat« und nicht als »Lehen« erklärt.
Juni 1158 Von Augsburg aus Aufbruch zum 2. Italienzug (bis 1162), zu dem
Friedrich Barbarossa bereits 1156 aufgerufen hatte.
   
  fehlendes wird nachgereicht
   
24. /• ll&7 Friedrich Barbarossa vor Rom, die Stadt wird in wenigen Stunden ein-
genommen. Papst Alexander flieht.
i. S. 1167 Friedrich Barbarossa laßt sich von Papst Paschalis III. noch einmal
krönen.
Juli 1167 Ausbruch einer verheerenden Seuche, der Tausende zum Opfer fallen.
14. 8. 1167 Kanzler Rainald von Dassel stirbt an der Seuche. Aufruhr in den lom-
bardischen Städten. Der Feldzug endet mit einem Fiasko.
März 1168 Kaiser Friedrich Barbarossa flieht verkleidet aus Italien nach Deutsch-
land. Nach der Katastrophe dieses vierten Italienzuges bleibt der Kai­ser sechs Jahre lang in Deutschland. Er baut seine Hausmacht durch Gebietserweiterungen aus, fördert den Burgenbau und den Ausbau einer Beamtenschaft, betreibt den Übergang von der Naturalwirtschaft zur verstärkten Geldwirtschaft.
Anfang 1168 Heinrich der Löwe heiratet die englische Königstochter Mathilde (vg). Reichstag zu Würzburg 1165).
Paschalis III. stirbt. Als sein Nachfolgerund Gegenpapst zu Alexander wird Kalixt III. gewählt, den der Kaiser zunächst nicht anerkennt.
Frühjahr 1169 Statt dessen verhandelt der Kaiser m Benevent mit Papst Alexander. Die 1170 fortgesetzten Verhandlungen scheitern, weil der Papst die Einbeziehung der Lombardei m den Friedensschluß verlangt.
Juli 1169 Um die Nachfolge zu sichern, läßt Friedrich Barbarossa seinen erst
dreijährigen zweiten Sohn Heinrich einstimmig von den Fürsten zum König wählen. Zwei Monate später wird der Dreijährige m Aachen ge­krönt.
Juni 1170 Auf dem Hof tag in Fulda erklärt der Kaiser, er werde Papst Alexander
niemals anerkennen. Eine Gesandtschaft wird zu Kaiser Manuel nach Konstantinopel geschickt, um zwischen dem deutschen und dem by­zantinischen Kaiserhaus ein Ehebündnis zustande zu bringen. Die Verhandlungen scheitern, da Friedrich Barbarossa nicht bereit ist, dem byzantinischen Reich territoriale Zugeständnisse auf italienischen Boden zu machen.
1171 Um die Reichsgewalt in Obentahen wiederherzustellen, wird Chri-
stian von Mainz als kaiserlicher Legat nach Italien geschickt. Es gelingt ihm, Venedig aus dem Lombardenbund zu lösen und den Streit zwi­schen den Städten beizulegen.
Sept. 1174 Friedrich Barbarossa bricht zum 5. Italienzug auf (bis 1178), ohne daß
Heinrich der Löwe und andere Reichsfürsten mitziehen.
1174-75 Belagerung von Alessandria.
April 1175 In Fnedensverhandlungen unterwerfen sich die Lombarden dem Kai-
ser, der seinerseits seinen Rechtsstandpunkt in der Regalienfrage auf­gibt. Beim Aushandeln der Einzelheiten scheitern die Verhandlungen.
Herbst 1175 In Oberitalien brechen neue Kämpfe aus, der Kaiser fordert Hilfskräfte aus Deutschland an.
Anfang 1176 Friedrich Barbarossa und Heinrich der Löwe treffen in Chiavenna am Comersee zusammen. Heinrich, zur Truppenentsendung nicht ver­pflichtet, will sich nur beteiligen, wenn er dafür Goslar erhält. Der Kai­ser lehnt ab.
Mai 1176 Mit einem kleinen Heer geht Barbarossa in die Schlacht von Legnano
(nordwestlich von Mailand) und wird besiegt. Daraufhin Verhandlun­gen mit den lombardischen Städten und Papst Alexander.
Nov. 1176 Papst Alexanderund Friedrich Barbarossa söhnen sich aus. Der Kaiser
ist bereit, Alexander als rechtmäßigen Papst anzuerkennen.
24- 7- "77 Papst Alexander empfängt den Kaiser in Venedig, Friedrich Barbarossa
verrichtet den Steigbügeldienst.
Sommer 1178 Der Kaiser verläßt Italien, zieht nach Burgund und läßt sichln Arles zum König von Burgund krönen.
Okt. 1178 Friedrich Barbarossa nach vier Jahren wieder in Deutschland.
Nov. 1178 Reichstag in Speyer. Wegen eines Streitfalles mit Bischof Udalrich von
Halberstadt wird ein Verfahren gegen Heinrich den Löwen eröffnet.
Jan. 1179 Der Reichstag zu Worms verhandelt den Streitfall, Heinrich der Löwe
erscheint jedoch nicht.
Juni 1179 Auf dem Hof tag in Magdeburg wird der wieder abwesende Heinrich
der Löwe wegen Landfriedensbruch geächtet. Heinrich gibt nicht nach, und Friedrich Barbarossa klagt ihn nach dem Lehensrecht wegen Miß­achtung der Kaiserlichen Majestät an.
Jan. 1180 Auf dem Reichstag zu Würzburg werden Heinrich dem Löwen durch
Spruch der Reichsfürsten beide Herzogtümer aberkannt.
April ii 80 Auf dem Reichstag zu Geinhausen wird das Herzogtum Sachsen ge-
teilt.
Mai 1180 Bayern wird aufgeteilt. Beginn der /oojährigen Herrschaft der Wittels-
bacher. Anhaltende Kämpfe Heinrichs des Löwen, Abfall der Fürsten von Heinrich dem Löwen.
30. 8. 1181 Papst Alexander III. stirbt. Sein Nachfolger wird Lucius III.
(1181-1185).
Nov. 1181 Der Reichstag zu Erfurt entscheidet, daß Heinrich der Löwe die
Stammgüter Braunschweig und Lüneburg zurückerhält, aber nicht die Reichslehen. Er muß sich verpflichten, für mindestens drei Jahre ins Exil zu gehen.
Juli 1182 Heinrich der Löwe geht an den englischen Hof ins Exil. Er stirbt in
Braunschweig am 6. August 1195 i01 Alter von 66 Jahren.
25. 6. 1183 Konstanzer Friedensvertrag zwischen Kaiser und den lombardischen
Städten. Barbarossa verzichtet auf die Durchführung der Ronkahschen Beschlüsse, die Regalien werden gegen Zahlung zurückgegeben.
Pfingsten 1184 Das große Hoffest in Mainz. Schwertleite und Ritterschlag der beiden Söhne Friedrich Barbarossas.
Sept. 1184 6. und letzter Italienzug, um sich mit Papst Lucius III. über umstrittene
Gebiete zu einigen.
Okt. 1184 Das Treffen zwischen Kaiser und Papst in Verona bleibt ergebnislos,
Friedrich Barbarossa erklärt sich aber zu einem Kreuzzug bereit.
29. 10. 1184 Während der Kaiser noch in Verona verhandelt, verlobt sich m Augs­burg der i9Jährige Kaisersohn Heinrich VI. mit der 3ojährigen Kon­stanze, der Tochter des inzwischen verstorbenen sizihanischen Königs Roger II. Daraufhin werden die Verhandlungen in Verona abgebro­chen.
Anfang 1185 Friedrich Barbarossa versöhnt sich mit Mailand.
25. ii. 1185 >Lucius III. stirbt. Nachfolger wird der kaiserfeindliche Mailänder Erz­bischof Humbert, der als Urban III. (1185-1187) den Stuhl Petri be­steigt.
27. i. ii86 Heinrich VI. und Konstanze von Sizilien heiraten m Mailand.
Juni ii86 Friedrich Barbarossa beendet seinen 6. Italienzug.
20. 10. 1187 Urban III. stirbt. Nachfolger wird Gregor VIII., der noch im selben Jahr stirbt, ihm folgt Klemens III. (1187-1191).
Okt. 1187 Sultan Saladin erobert Jerusalem, das fast 100 Jahre in christlicher
Hand war.
27. 3- u88 Auf dem Mainzer Hoftag Jesu Christi nimmt der 66jährige Kaiser das
Kreuz zur Befreiung Jerusalems.
ii. 5. 1189 Von Regensburg aus Aufbruch zum 3. Kreuzzug.
Okt. ii89 Heinrich der Löwe kehrt entgegen seinem Versprechen nach Deutsch-
land zurück.
18. ii. 1189 König Wilhelm II. von Sizilien stirbt kinderlos, so daß Heinrich VI. Erbansprüche auf den Thron hat.
Jan. 1190 Auf Betreiben von Reichskanzler Matthäus von Salerno wird Tankred
von Lecce, ein illegitimer Nachkomme Tankreds, des Sohnes Rogers II., zum König von Sizilien gewählt.
10. 6. 1190 Friedrich Barbarossa ertrinkt in Kleinasien im Fluß Salef.


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